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Bernhard Eckardt
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Peter Gürth

 

 

Peter Gürth

 

   
 


 

Gräfenroda, Peter Gürth aus Liebenstein (Ilmkreis), der für den SV 90 Gräfenroda hebt, gilt schon seit einigen Jahren als stärkster Thüringer Männer-Gewichtheben.

 

Als Neunjähriger fällt Peter Gürth bei einem Schul-Sichtungstermin für das Leistungszentrum Chemie Gräfenroda erstmals auf. Der erfahrene Trainer Bernhard Eckardt merkt bald, dass er da auf ein Riesentalent gestoßen ist und baut ihn auf. Setzts kommt der junge Athlet bei Zentralen Leistungsvergleichen unter die Allerbesten. Er steigt darauf ins KJS-Training. "Ich war ein eiskalter Trainierer", blickt er zurück. "Alles voll durchgezogen: Zwei Einheiten am Tag, drei Stunden vormittags und drei Stunden nachmittags und am Ende auf allen Vieren aus der Halle raus." Trainiert wird, wie er heute ohnme Scheu zugibt, auch "von Innen". "Wir nahmen Eiweißpräparate und Magnesiumtabletten... und was sonst noch verabreicht wurde, wusste man zwar nicht so genau, aber man spürte es an der körperlichen Verfassung: Wenn man z.B.  nach dem Mittagessen bei der zweiten Trainingseinheit wieder topfit gefühlt hat, als hätte es das harte Vormittagstraining gar nicht gegeben.

Doch erst 1989 geling der Leistungsdurchbruch: Noch einaml wird er Spartakiadesieger und ist Teilnehmer der Hochdotierten Jugendwettkämpfe der Freundschaft. Zu spät!. Innerhalb weniger Wochen ist das System der DDR-Nachwuchsleistungssportes ad absurdum geführt und auch Peter  Gürths Arbeitsplatz wackelt. Da nützt es ihm wenig, mit dem Chemnitzer Klub  nun in der gesamtdeutschen Bundesliga heben zu können. "Einen Mannschaftskämpfer hab ich noch mitgemacht, aber als der Betrieb den Bach runter ging, war für mich dort der Ofen aus".  Es ist Juli 1990 und der 19 jährige kehrt nach vier Jahren zurück nach Liebenstein.