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Das Steinheben 2009
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XIX. Thüringer Steinhebermeisterschaft Dass Schwerathleten nicht nur viel Kraft, sondern ggf. auch viel Vernunft ihr eigen nennen, wurde am Samstag bei der XIX. Thüringer Steinhebermeisterschaft in Gräfenroda auf angenehme Weise offenbar: Sowohl Sieger Hajo Balke als auch der zweitplatzierte Steffen Hayn aus Kitzscher bei Borna gingen ohne Fehlversuche aus dem Wettkampf, verzichteten also darauf, sich aus Gründen der Show noch mit Brachialgewalt an absehbar zu schweren Lasten zu "verheben". Hayn beendete seinen Wettkampf, nachdem er 361 kg geschafft hatte und Konkurrent Balke, ebenfalls im ersten Versuch, problemlos zehn Kilo mehr bewältigte. "Hier im Maximalkraftbereich ist die Verletzungsgefahr extrem groß, und Hajo wäre heute sowieso nicht zu besiegen gewesen", begründete der 33-jährige Krankenpfleger und Ex-Kugelstoßer mit dem stolzen Körpergewicht von 125 kg seinen Ausstieg. Verletzungsrisiko vermieden Und auch Balke machte nach 371 kg Schluss, obwohl er damit deutlich unter seinem 416-kg-Rekord von 2006 blieb und auch am Samstag wohl noch einiges drin gehabt hätte, so locker und schnell hatte er diese 371 kg angehoben. "Aber ich war doch schon Sieger! Und ich will in den nächsten Wochen noch weitere Wettkämpfe machen", erklärte auch er konsequent vermiedenes Verletzungsrisiko als Ausstiegsgrund. Balke, zusammen mit drei Betreuern bzw. -innen über vier Stunden per Auto aus dem Brandenburgischen angereist, nur um diesen Wettkampf in Gräfenroda zu machen, verwies mit 96,5 kg Körpergewicht deutlich schwerere Konkurrenten auf die Ränge zwei bis fünf. Ein Triumph der Technik? "Es sieht so aus, als wärst du dafür geboren", bekam der Maschinenbaukonstrukteur Balke vom Moderator als Kompliment zu hören. Und da sich Balke auch mal im Kraftdreikampf versuchte, aber im Kniebeugen mäßig und im Bankdrücken kaum zurecht kam, scheint er tatsächlich ein totaler Spezialist fürs Kreuzheben zu sein, dem dieses Steinheben entlehnt ist. In dieser Disziplin steht seine Bestleistung auch bei 350 kg. Auf Rang drei folgte mit Youngster Markus Göller (20) aus Schleiz-Möschlitz und 341 kg der beste Thüringer, ehe sich die Heim-Phalanx vom KSV Ichtershausen einreihte. Ausgerechnet der Älteste im Zehnerfeld, der 54-jährige Norbert Striegel, war hier mit 321 kg der Beste. Striegel hatte 2008 mit 356 kg einen Podestplatz erkämpft. "Aber da war ich 123 kg schwer und trainiert. Derzeit aber mache ich mal eine Trainingspause", erklärte der Lokalmatador und verwies auf eine sichere Formsteigerung zur Arnstädter Stadtmeisterschaft im Bierfassheben im September. Auch Enrico Häfner, der Gräfenrodaer Teilnahmerekordhalter, hatte sich nicht speziell auf den Wettkampf vorbereitet und stieg nach einem vergeblichen 321-kg-Versuch aus: "Das war heute nicht zu schaffen." Quelle: www.freies-wort.de
Die Ergebnisse
Ergebnisliste Steinstoßen
Männer (Granitstein 13,5kg) 1. Steffen Hayn (Altenburg) 8,33m 2. Sven Kullmann (Arnstadt) 8,03m 3. Karlo Hartmann Beeskow) 7,00m
Frauen (Granitstein 6,5kg) 1. Maria Bobertag (Beeskow) ,30m 2. Martina Holtmann (Gräfenroda)6,05m 3. Peggy Beyermann (Ilmenau) 4,68m
Kinder/Jugend (Granitstein 6,5kg) 1. Marko Meiselbach (Gräfenroda)7,34m 1. Max Schnauß (Gräfenroda)6,24m 3. Philipp Griebel (Gräfenroda)5,15m
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